Was ist AVGS und wie funktioniert es?
Der AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein) ist eine Förderung der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters. Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt der Staat die vollständigen Kosten für ein Coaching oder eine Maßnahme, die dich bei deinem beruflichen Weg unterstützt – zum Beispiel beim Schritt in die Selbstständigkeit.
Vielleicht hast du gerade von dem AVGS gehört und fragst dich:
- Habe ich überhaupt Anspruch darauf?
- Wie beantrage ich den Gutschein?
- Was wird übernommen?
- Kann ich damit Unterstützung für meine geplante Selbstständigkeit bekommen?
Genau diese Fragen beantworte ich in diesem Artikel.
Wofür kann ein AVGS eingesetzt werden?
Der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein kann für verschiedene Maßnahmen genutzt werden.
Dazu gehören beispielsweise:
- Bewerbungscoaching
- Unterstützung bei der Jobsuche
- Vermittlung in Arbeit
- Heranführung an eine selbstständige Tätigkeit
Für angehende Gründerinnen ist besonders der letzte Punkt spannend.
Denn der AVGS kann genutzt werden, um dich auf deinem Weg in die Selbstständigkeit begleiten zu lassen. Dabei geht es nicht nur um einen Businessplan oder Finanzplan.
Gerade wenn du als Coach, Beraterin oder Dienstleisterin starten möchtest, tauchen oft viele Fragen auf:
- Wie finde ich meine Positionierung?
- Wer ist meine Zielgruppe?
- Wie gewinne ich die ersten Kundinnen?
- Wie entwickle ich ein Angebot, das wirklich zu mir passt?
Ein gefördertes Gründercoaching kann dich genau bei diesen Themen unterstützen und dir helfen, typische Anfängerfehler zu vermeiden.

Voraussetzungen für den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein
Eine der häufigsten Fragen lautet: Wer bekommt einen AVGS?
Grundsätzlich können folgende Personen Anspruch auf einen AVGS haben:
- Personen, die Arbeitslosengeld I beziehen
- Personen, die Bürgergeld beziehen
- Personen, die arbeitslos gemeldet sind
- Personen, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind
Wenn du bereits länger als sechs Wochen Arbeitslosengeld I beziehst, besteht in vielen Fällen sogar ein Rechtsanspruch auf einen AVGS. In anderen Situationen entscheidet die Arbeitsagentur oder das Jobcenter nach Ermessen.
Wichtig zu wissen:
Viele Menschen gehen davon aus, dass sie keinen Anspruch haben und fragen deshalb gar nicht erst nach. Meine Erfahrung aus vielen Jahren Gründungscoaching zeigt jedoch: Nachfragen lohnt sich fast immer.
Selbst wenn du unsicher bist, ob du die Voraussetzungen erfüllst, solltest du das Gespräch mit deiner Ansprechpartnerin oder deinem Ansprechpartner suchen. Mehr als Nein sagen können sie nicht.
Viele meiner Klientinnen glauben zunächst, dass sie keinen Anspruch auf einen AVGS haben, weil sie noch ganz am Anfang ihrer Gründungsidee stehen. Tatsächlich muss deine Geschäftsidee noch nicht perfekt ausgearbeitet sein. Häufig reicht es bereits, wenn du den Wunsch hast, dich selbstständig zu machen und dabei Unterstützung benötigst. Gerade wenn du aktuell Arbeitslosengeld I, Bürgergeld beziehst oder von Arbeitslosigkeit bedroht bist, lohnt sich ein Gespräch mit deiner Ansprechpartnerin bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter.

Was wird durch den AVGS übernommen und wie viel ist er wert?
Ein großer Vorteil des AVGS ist, dass die Kosten der Maßnahme vollständig übernommen werden.
Das bedeutet, dass du keinen Eigenanteil zahlen musst. Die Kosten werden direkt mit dem Bildungsträger abgerechnet.
Du erhältst also keine feste Geldsumme auf dein Konto, sondern die Förderung wird für die jeweilige Maßnahme eingesetzt.
Gerade in der Gründungsphase kann das eine enorme Entlastung sein. Viele angehende Unternehmerinnen möchten sich professionelle Unterstützung holen, schrecken aber vor den Kosten zurück.
Durch den AVGS kannst du diese Unterstützung erhalten, ohne dein eigenes Budget zu belasten. Das gibt dir die Möglichkeit, mit mehr Klarheit, Struktur und Sicherheit in deine Selbstständigkeit zu starten.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Beantragung eines AVGS
Wenn du einen AVGS beantragen möchtest, kannst du dich an folgenden Schritten orientieren:
1. Vereinbare ein Gespräch mit deiner Beraterin oder deinem Berater
Der erste Schritt führt zur Agentur für Arbeit oder zum Jobcenter. Vereinbare einen Termin und schildere dein Vorhaben. Je klarer du erklären kannst, warum du Unterstützung benötigst, desto besser.
2. Informiere dich über die Fördermöglichkeit
Sprich konkret an, dass du einen AVGS für die Heranführung an eine selbstständige Tätigkeit beantragen möchtest. Viele Sachbearbeiter kennen die Fördermöglichkeit gut und können dich durch den Prozess begleiten.
3. Stelle den Antrag
In vielen Fällen reicht bereits ein formloser Antrag oder die entsprechende Bitte im Beratungsgespräch. Deine Beraterin oder dein Berater informiert dich über die notwendigen Unterlagen.
4. Erhalte deinen Gutschein
Nach der Bewilligung erhältst du den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein. Auf diesem Gutschein ist festgelegt, welche Art von Maßnahme gefördert wird und wie viele Einheiten dein Gutschein beinhaltet.
5. Löse den Gutschein bei einem zugelassenen Anbieter ein
Nun kannst du den Gutschein bei einem zertifizierten Träger einlösen und mit dem Coaching starten. Viele Gründerinnen empfinden diesen Schritt als große Erleichterung, weil sie endlich eine konkrete Unterstützung an ihrer Seite haben.
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Wie finde ich einen zugelassenen Anbieter?
Nicht jeder Coach oder jede Beratung kann einen AVGS-Gutschein annehmen. Damit ein Gutschein eingelöst werden kann, muss der Anbieter entsprechend zertifiziert sein.
Achte deshalb darauf, dass der Coach oder Träger AZAV-zertifiziert ist. Ohne diese Zulassung kann die Förderung nicht genutzt werden.
Nimm dir Zeit für die Auswahl. Schließlich wirst du über mehrere Wochen oder Monate eng mit dieser Person zusammenarbeiten.
Gerade wenn du ein Coaching-Business aufbauen möchtest, kann es sinnvoll sein, eine Begleitung zu wählen, die die Besonderheiten deiner Branche kennt und nicht nur allgemeines Gründungswissen vermittelt.
Häufige Fehler bei der AVGS-Beantragung
In den letzten Jahren habe ich viele angehende Gründerinnen begleitet. Dabei sehe ich immer wieder ähnliche Fehler, die dazu führen, dass Menschen unnötig Zeit verlieren oder ihren Anspruch auf Förderung gefährden.
Das Gewerbe zu früh anmelden
Einer der häufigsten Fehler ist die vorschnelle Gewerbeanmeldung. Viele Menschen sind voller Vorfreude auf ihre Selbstständigkeit und melden ihr Gewerbe direkt an.
Das Problem: Unter Umständen kann dies Auswirkungen auf deinen Anspruch auf einen AVGS haben. Deshalb solltest du wichtige Schritte immer mit deiner Ansprechpartnerin oder deinem Ansprechpartner bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter abstimmen.
Erst gründen und dann nach Förderung fragen
Manche Gründerinnen investieren bereits Geld in Coachings oder Beratungen und erfahren erst später, dass eine Förderung möglich gewesen wäre. Informiere dich deshalb möglichst früh über deine Möglichkeiten.
Unvorbereitet ins Gespräch gehen
Je klarer du dein Vorhaben erklären kannst, desto einfacher wird häufig die Beantragung.
Überlege dir vor dem Termin:
- Was möchtest du aufbauen?
- Warum benötigst du Unterstützung?
- Welche Themen möchtest du im Coaching bearbeiten?
- Wie soll dich die Förderung konkret unterstützen?
Zu schnell aufgeben
Nicht jeder Antrag wird sofort bewilligt. Manchmal sind Rückfragen notwendig oder zusätzliche Informationen werden benötigt.
Lass dich davon nicht entmutigen. Wenn du von deiner Geschäftsidee überzeugt bist, lohnt es sich häufig, dranzubleiben.

Was du mit dem AVGS machen kannst: gefördertes Gründercoaching
Viele Menschen denken beim AVGS zunächst an Bewerbungscoaching oder Unterstützung bei der Jobsuche.
Dabei kann der Gutschein auch für die Vorbereitung auf die Selbstständigkeit genutzt werden.
Gerade wenn du als Coach, Beraterin, Trainerin oder Dienstleisterin starten möchtest, gibt es viele Themen, bei denen professionelle Begleitung hilfreich sein kann:
- Geschäftsidee schärfen
- Positionierung entwickeln
- Zielgruppe definieren
- Businessplan erstellen
- Finanzplanung aufbauen
- Marketingstrategie entwickeln
- Kundengewinnung vorbereiten
- Potenzialanalyse
Gerade wenn du ein Coaching-Business aufbauen möchtest, tauchen häufig Fragen auf, die weit über einen klassischen Businessplan hinausgehen.
Vielleicht fragst du dich:
- Wofür möchte ich eigentlich bekannt werden?
- Welche Menschen möchte ich begleiten?
- Wie formuliere ich mein Angebot?
- Wie gewinne ich meine ersten Kundinnen?
- Welche Marketingkanäle passen zu mir?
Viele Gründerinnen verbringen Monate damit, Antworten auf diese Fragen alleine zu suchen. Ein gefördertes Gründercoaching kann diesen Prozess deutlich verkürzen und dir helfen, schneller Klarheit zu gewinnen.
Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie ein gefördertes Gründercoaching konkret ablaufen kann, findest du auf meiner Angebotsseite weitere Informationen zum AVGS-Gründercoaching.
Wichtig ist dabei:
Dieser Artikel soll dir zunächst helfen zu verstehen, wie der AVGS funktioniert und wie du ihn beantragen kannst. Die konkrete Ausgestaltung des Coachings hängt anschließend vom jeweiligen Anbieter und deinen individuellen Zielen ab.

AVGS vs. Gründerzuschuss: Was ist der Unterschied?
AVGS und Gründerzuschuss werden häufig miteinander verwechselt. Dabei handelt es sich um zwei unterschiedliche Förderungen.
Der AVGS finanziert eine Coaching- oder Beratungsmaßnahme und unterstützt dich auf deinem Weg in die Selbstständigkeit.
Der Gründerzuschuss hingegen ist eine finanzielle Förderung, die deinen Lebensunterhalt während der Startphase deiner Selbstständigkeit unterstützen kann. Beide Förderungen können sich sinnvoll ergänzen.
Wenn du mehr über den Gründerzuschuss erfahren möchtest, findest du auf meiner Website einen separaten Artikel zum Thema Gründerzuschuss.
Fazit: Der AVGS kann dir den Start in die Selbstständigkeit deutlich erleichtern
Viele angehende Gründerinnen glauben, dass es bei der Gründung nur um Zahlen, Businessplan und Finanzplanung geht. In der Praxis scheitern die meisten jedoch nicht an fehlenden Excel-Kenntnissen, sondern an Themen wie Positionierung, Selbstvertrauen, Kundengewinnung oder fehlender Klarheit. Genau deshalb ist es sinnvoll, einen Coachinganbieter zu wählen, der nicht nur die formalen Anforderungen kennt, sondern auch die persönlichen Herausforderungen einer Gründung begleitet.
Genau deshalb kann der AVGS so wertvoll sein.
Er ermöglicht dir, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen, ohne dass du dafür selbst Geld investieren musst.
Wenn du Anspruch auf einen AVGS haben könntest, empfehle ich dir, das Gespräch mit deiner Beraterin oder deinem Berater zu suchen. Oft ist der erste Schritt viel einfacher, als wir denken. Und selbst wenn du heute noch ganz am Anfang stehst: Du musst den Weg nicht alleine gehen.
Mit der richtigen Unterstützung kannst du deutlich schneller Klarheit gewinnen, typische Umwege vermeiden und dein Business auf einem stabilen Fundament aufbauen.
FAQ: Häufige Fragen zur AVGS Beantragung
AVGS steht für Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein. Er wird von der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter ausgestellt und übernimmt die vollständigen Kosten für eine geförderte Maßnahme oder ein Coaching. Du löst den Gutschein bei einem zugelassenen Anbieter ein und zahlst selbst keinen Eigenanteil.
Du beantragst den AVGS bei deiner Ansprechpartnerin oder deinem Ansprechpartner bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter. Voraussetzung ist in der Regel, dass du arbeitslos gemeldet bist, von Arbeitslosigkeit bedroht wirst oder Arbeitslosengeld beziehungsweise Bürgergeld beziehst. Bei längerem Bezug von Arbeitslosengeld I kann ein Rechtsanspruch bestehen.
Die Bearbeitung dauert häufig zwischen zwei und vier Wochen. Die genaue Dauer hängt von deiner Situation, den benötigten Unterlagen und der Auslastung der jeweiligen Behörde ab. Je besser du vorbereitet bist, desto reibungsloser läuft der Prozess meist ab.
Der AVGS deckt die vollständigen Kosten der bewilligten Maßnahme ab. Du musst keinen Eigenanteil leisten. Die Abrechnung erfolgt direkt zwischen dem Anbieter und der Agentur für Arbeit beziehungsweise dem Jobcenter.
AVGS-geförderte Programme ermöglichen dir professionelle Unterstützung, ohne dass zusätzliche Kosten für dich entstehen. Gerade wenn du den Schritt in die Selbstständigkeit planst, kann eine erfahrene Begleitung dabei helfen, Klarheit zu gewinnen, typische Fehler zu vermeiden und deinen Weg strukturiert aufzubauen.
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Jahrelang habe ich Ziele verfolgt, die nicht meine eigenen waren bis ich endlich für meine Träume losgegangen bin und mir mein eigenes Business und ein Leben am Meer in Portugal aufgebaut habe. Heute unterstütze ich Frauen dabei, sich ein Business aufzubauen, dass zu 100% zu ihnen passt.
