Mai 24

Welche Blockaden halten dich zurück? Wie du dein Potenzial für deine Karriereplanung erkennst

Fachlich sind viele Frauen exzellent qualifiziert, bremsen sich allerdings in der Karriereplanung oft selbst aus. Für Frauen kann es immer noch schwierig sein, Karriere zu machen, denn Frauen erfahren im beruflichen Alltag noch häufig die klassischen Rollenbilder und die sind in den Köpfen nach wie vor fest verankert. Durch limitierende Glaubenssätze benachteiligen Frauen sich dadurch häufig selbst. Aus der Opferrolle heraus agieren sie dann mit einem auf Ehrgeiz getrimmten Verhalten, hinter dem sehr oft einfach nur Angst steckt. 

Das Imposter-Syndrom ist ebenfalls bei Frauen weitverbreitet. Zweifel kennt zwar jeder, aber beim sogenannten Imposter- oder Hochstapler-Syndrom leidet man unter stark ausgeprägten Selbstzweifeln und man hält sich selbst für einen Betrüger, der anderen in Bezug auf seine Qualifikationen und Fähigkeiten etwas vormacht. Zugleich ist immer die Angst da aufzufliegen. Oft ist diese Angst absolut unbegründet, da es sich meist um sehr leistungsstarke und qualifizierte Personen handelt. Sie haben nur eine falsche Selbstwahrnehmung in Bezug auf ihre Fähigkeiten.

Welche Blockaden halten dich in deinem Berufsleben zurück?

Kennst du diese innere Stimme, die dich dazu zwingt, Ja zu Extra-Arbeit zu sagen, obwohl du keine Kapazitäten mehr hast? Die Stimme, die dich antreibt, bloß keine Fehler zu machen, und die mit dem erhobenen Zeigefinger vor dir steht, falls es doch mal passiert? Oder auch das Gefühl immer härter zu arbeiten als andere? Gerade in Reizsituationen prägen sich diese Gedanken noch extremer aus und es ist die Rede von den sogenannten Antreibern. Innere Antreiber entstehen aus Glaubenssätzen und die daraus resultierende Handlung ist uns oft nicht bewusst. Sie bestimmen unsere Verhaltensweise und wir wissen oft nicht, warum wir uns so verhalten. 

Es gibt 5 Antreiber aus der Transaktionsanalyse von Eric Berne und Thomas Harris, auf die ich im Folgenden eingehe.


#1 Antreiber: Sei perfekt

Jemand, bei dem dieser Antreiber sehr stark ausgeprägt ist, muss sich oft mit leistungsbezogenen Argumenten hervorbringen, um seine Daseinsberechtigung zu sichern. Eine solche Person arbeitet sehr viel, ist erfolgreich und erreicht ausgezeichnete Leistungen. Mit Fleiß und Ehrgeiz ist man weit gekommen, allerdings vertritt man die Ansicht, Anerkennung gibt es nur, wenn ich perfekt bin. 

Bis zu einem bestimmten Grad kann der Antreiber motivierend wirken und die Leistungsbereitschaft erhöhen. Jedoch kann ein zu hoher Anspruch, perfekt sein zu wollen, auch zu einem überdurchschnittlich großen Maß an Leid, Unzufriedenheit und Selbstzweifeln führen.


#2 Antreiber: Mach es jedem recht

Wenn du deine eigenen Bedürfnisse häufig zurückstellst und dir andere wichtiger sind als du selbst, dann ist der Anspruch, es jedem recht zu machen, stark ausgeprägt. Im Berufsleben fällt es diesen Menschen oft schwer, Nein zu sagen. Sie übernehmen bereitwillig zusätzliche Aufgaben, ohne Rücksicht auf die bereits vorhandene Arbeitsbelastung. Die Regel, dass es Anerkennung nur gegen Wohlverhalten gibt, wurde verinnerlicht. Auch hier kann der Antreiber zu einem bestimmten Grad positiv wirken, wenn die Achtsamkeit und Hilfsbereitschaft anderen gegenüber im Vordergrund steht.


#3 Antreiber: Streng dich an

Bei einem stark ausgeprägten Antrieb, sich anstrengen zu müssen, wurde bereits in der Kindheit erfahren, dass man nur für Leistung Liebe und Zuneigung bekommt, und diese Regel erstreckt sich dann auch auf das Berufsleben. Solche Menschen sind zu überdurchschnittlicher Leistung bereit, um Anerkennung zu bekommen. Sie tragen den Leitsatz „ohne Fleiß, kein Preis“ in sich, haben ein sehr ausgeprägtes Pflichtbewusstsein und können sich selbst extremen Leistungsdruck aufbauen, der sich gegebenenfalls auch negativ auf die Gesundheit auswirken kann. Wird dieser Antreiber positiv eingesetzt, kann man von einer gesunden Leistungsbereitschaft und Durchhaltevermögen profitieren.


#4 Antreiber: Beeil dich

Blühst du erst zu Höchstleistungen auf, wenn richtig viel zu tun ist, und setzt du dann besonders hohe Anforderungen an dich selbst und dein Umfeld? Man hat das Gefühl, die Zeit reicht nicht aus, um alles Wichtige zu erledigen, man wird nervös, wenn etwas zu lange dauert und man erlaubt sich keine Pause mehr. Dann ist der „Beeil Dich“-Antreiber sehr stark ausgeprägt und man macht sich selbst extrem viel Stress. Zwar bringt man sich selbst in eine extreme Leistungsbereitschaft, allerdings fehlt es oft an der richtigen Priorisierung und das extreme Stresslevel macht einem zu schaffen.

 

#5 Antreiber: Sei stark

Bei einem ausgeprägten „Sei stark“-Antreiber, handelt es sich häufig um Menschen, die bereits früh in ihrer Kindheit Verantwortung für andere übernehmen mussten. Sie übernehmen auch in ihrem späteren Berufsleben häufig Leitungspositionen mit ehrgeizigen Herausforderungen. Sie machen die Dinge eher alleine, als nach Hilfe zu fragen. Sie haben den Leitsatz: Das muss ich alleine schaffen. Aufgeben ist keine Option. Dieser Antreiber kann zu einer großen Angst vor einem Kontrollverlust und den daraus resultierenden Konsequenzen führen. Wird der Antreiber positiv genutzt, handelt es sich um Menschen, die einen kühlen Kopf in Stresssituationen behalten, lösungsorientiert denken und Ziele hartnäckig verfolgen und erreichen.

Wie schon beschrieben, können Antreiber uns fördern, allerdings bei zu viel Antrieb extrem blockieren. Als Lernaufgabe ist es deshalb wichtig, das Wachstums- und Entwicklungspotenzial zu sehen und zu nutzen. 

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5 Schritte, wie du dein Potenzial für deine Karriereplanung nutzen kannst

 

#1 Nimm dich und deine Antreiber ernst

Wenn wir immer wieder merken, dass wir mit unserem Verhalten nicht weiterkommen und uns unsere Antreiber blockieren, müssen wir anfangen, diese ernst zu nehmen. Wir müssen Verantwortung übernehmen, denn wir sind für unser Verhalten und unser Denken selbst verantwortlich. Nur wir können uns ändern.

  • Verhalten reflektieren
  • Verhalten hinterfragen
  • Verhalten anpassen

#2 Übe dich in Wertschätzung 

Schätze deine Antreiber und sehe auch die Vorteile, die dir deine Antreiber für deine Karriere bringen. Du könntest am Abend eine Reflexion zu deinen Erfolgserlebnissen in einem Erfolgstagebuch festhalten und auch deine kleinen Erfolge festhalten und wertschätzen, denn diese vergessen wir oft und nehmen sie als selbstverständlich an. Vergegenwärtige dir stets, was du bereits erreicht hast.

 

#3 Wechsle auch mal die Perspektive 

Anstatt auf Anerkennung von anderen zu hoffen, hinterfrage einfach mal, was du möchtest? Was ist dir wichtig? Wie möchtest du dich verhalten? Wie möchtest du auftreten? Du kannst andere und ihr Verhalten nicht ändern. Du kannst nur dein eigenes Verhalten und deine Denkweise über bestimmte Dinge ändern.

 

#4 Übe dich im Neinsagen

Gerade Frauen fällt es schwer, Nein zu sagen, und es Bedarf längerer Übung, um sich dem Antreiber, es allen recht zu machen, zu stellen. Um in Übung zu kommen, bitte das nächste Mal bei Mehrarbeit nach Bedenkzeit und sag nicht direkt Ja. Dann hast du in Ruhe Zeit, um zu überlegen, ob deine Kapazitäten noch ausreichen, und du kannst deine Grenzen besser erkennen. Wenn du dich zu einer Absage entscheidest, ist es wichtig, diese gut zu formulieren und zu begründen, damit dein Gegenüber dein Nein versteht.

 

#5 Sei nicht so streng mit dir

Auch wenn du mal einen Fehler machst, sei nicht so streng zu dir. Oft lernen wir aus Fehlern. Leg lieber den Fokus darauf, was du aus dem Fehler mitnehmen konntest, als dich selber fertigzumachen.

Sei einzigartig, nicht perfekt.

Vielleicht hilft dir dieser kleine Reminder zum Schluss nochmal bei der Umsetzung. Konzentriere dich auf das, was du willst und was dir guttut, und such nicht primär nach Anerkennung im Außen. Du darfst auch mal Fehler machen und daraus lernen.

Du möchtest mit mir an Deinen Blockaden arbeiten und Dein Potenzial für Deine Karriereplanung freisetzen? Dann kontaktiere mich gerne für ein kostenloses Vorgespräch.

ich unterstütze dich bei deiner individuellen karriereplanung

Hi, ich bin Svea!

Business Coach, absolute Optimistin und New Work - Fan. Ich bestärke Frauen, die nach mehr Lebensqualität streben und ihre Karriereplanung selbst in die Hand nehmen wollen.


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